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Es hat etwas seltsam Befriedigendes, wenn so ein kleines Baby mit dem Sound eines erwachsenen Onkels aufstößt. Wenn du aber schon seit zehn Minuten mit deinem Baby auf der Schulter auf dieses „Bäuerchen“ wartest – keine Panik. Nicht jede Mahlzeit endet mit Fanfaren, und das ist normal.

Kurz beantwortet: Lass dein Baby beim Fläschchen alle 60–90 ml aufstoßen, beim Stillen beim Brustwechsel und immer am Ende. Über der Schulter, auf dem Schoß oder den Knien, Rücken gerade, Kopf gestützt. Ist es ruhig und kommt nach ein paar Minuten nichts, ist das in Ordnung.

Warum müssen Babys aufstoßen?

Beim Trinken schlucken Babys auch ein bisschen Luft. Die Bläschen können im Bäuchlein bleiben und Unwohlsein verursachen. Das Aufstoßen hilft ihnen, rauszukommen.

Laut der Amerikanischen Akademie für Kinderheilkunde (AAP) schlucken Flaschenkinder oft mehr Luft als gestillte Babys. Wenn ein Baby nicht genug aufstößt, spuckt es möglicherweise öfter, ist gereizter oder blähter.

Wann lässt du es aufstoßen?

  • Beim Fläschchen – meist alle 60–90 ml und am Ende.
  • Beim Stillen – beim Seitenwechsel und am Ende.
  • Und wenn dein Baby von selbst aufhört, anfängt zu zappeln oder beim Trinken das Gesicht verzieht.
💡 BabyVita-Tipp

Deponier überall in der Wohnung ein Spucktuch – auf dem Sofa, neben dem Bett, in der Tasche. So bekommt dein T-Shirt keine neuen „Milchkunstwerke“. 😉

Welche Haltungen sind am bequemsten?

NHS und AAP beschreiben drei klassische Haltungen. Probier alle drei aus – manche Babys haben einen klaren Favoriten.

  • Über der Schulter. Das Kinn deines Babys liegt auf deiner Schulter. Mit einer Hand stützt du Köpfchen und Schultern, mit der anderen klopfst du sanft auf den Rücken. Du kannst dabei auch durchs Zimmer gehen.
  • Sitzend auf deinem Schoß. Dein Baby sitzt mit dem Gesicht nach vorn, deine Hand stützt Brust und Kinn (ohne auf den Hals zu drücken), du neigst es leicht nach vorn und klopfst auf den Rücken.
  • Liegend über deinen Knien. Dein Baby liegt bäuchlings quer über deinen Knien, das Kinn gestützt, und du klopfst oder reibst sanft den Rücken.

Wie klopfst du richtig?

  • Halt den Rücken deines Babys gerade, nicht zusammengesunken.
  • Stütz immer Köpfchen und Nacken.
  • Klopf mit leicht gewölbter Hand – das ist sanfter als mit flacher Hand.
  • Halt ein Tuch unters Kinn – mit der Luft kommt oft auch etwas Milch mit.
💡 BabyVita-Tipp

Stößt dein Baby nach der Flasche schwer auf, mach während des Trinkens kurze Pausen und halte die Flasche so, dass der Sauger mit Milch gefüllt ist und nicht mit Luft.

Und wenn es nicht aufstößt?

Kein Baby stößt jedes Mal auf. Passiert nach ein paar Minuten nichts, wechsle die Haltung und versuch es noch einmal. Ist dein Baby ruhig und zufrieden, kannst du ganz entspannt weitermachen – wahrscheinlich hat es einfach nicht viel Luft geschluckt. Der NHS nennt noch einen Weg: eine sanfte Bauchmassage und „Fahrradfahren“ mit den Beinchen, während dein Baby auf dem Rücken liegt.

Für die Papas

Aufstoßen ist dein Revier. Eine breite Schulter und ein entspannter Gang durchs Zimmer sind praktisch eine Superkraft – und Mama gewinnt ein paar Minuten wohlverdiente Pause. 💪

Wann solltest du in der Kinderarztpraxis nachfragen?

Ein bisschen Spucken nach dem Trinken ist häufig und meist kein Problem. Hol dir Rat, wenn dein Baby heftig und im Schwall erbricht (wie eine Fontäne), wenn das Erbrochene grünlich ist oder Blut enthält, wenn es nicht zunimmt, lange und untröstlich weint oder das Trinken verweigert.

Kurz gesagt

Schulter, Schoß oder Knie – gerader Rücken, gestütztes Köpfchen und ein bisschen Geduld. Das ist alles. Bald kennst du die Haltung, die bei eurem Baby am besten funktioniert – und machst das mit der Gelassenheit eines echten Profis.

Quellen: HealthyChildren.org (AAP) – Baby Burping, Hiccups & Spit-Up; NHS Best Start in Life – Burping your baby; KidsHealth (Nemours) – Burping Your Baby.

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