Du öffnest die nächste „Baby-Erstausstattungsliste“, und sie ist so lang wie ein Kreditvertrag. Feuchttuchwärmer, Schnullertrockner, Nachtlicht-Projektoren mit zehn Melodien … Und eine kleine Panik: Was, wenn etwas Wichtiges fehlt? 📋
Die Wahrheit ist einfacher als die Werbung. Ein Neugeborenes braucht Wärme, Nahrung, eine saubere Windel, einen sicheren Schlafplatz – und dich. Alles andere kann man auch später kaufen.
Kurz beantwortet: Das Wichtigste: ein sicherer Schlafplatz mit fester, flacher Matratze, Windeln, ein paar Kleidungsstücke, eine Babywanne und alles zum Füttern, dazu eine rückwärtsgerichtete Autositzschale bei Autofahrten. Nestchen, Kissen und Decken kannst du weglassen.
Was brauchst du wirklich ab dem ersten Tag?
Die Liste unten folgt den Empfehlungen des britischen Gesundheitsdienstes NHS.
Zum Schlafen
- Babybett, Stubenwagen oder Wiege mit fester, flacher Matratze.
- Ein wasserdichter Matratzenschoner und ein paar Spannbettlaken.
Fürs Wickeln
- Ein paar Packungen Windeln für Neugeborene.
- Watte oder sanfte Feuchttücher, Wickelunterlage und Wundschutzcreme.
Kleidung
- Mindestens sechs Strampler und vier bis sechs Bodys.
- Jacken, Mützen und Socken – je nach Jahreszeit.
Zum Baden und für unterwegs
- Babybadewanne und Handtücher.
- Eine rückwärts gerichtete Babyschale (wenn ihr Auto fahrt) und ein Kinderwagen, der sich komplett flach stellen lässt.
Zum Füttern
- Stillst du – ist die Liste kurz. Gibst du Pre-Nahrung – brauchst du Fläschchen, eine Möglichkeit zum Sterilisieren und die Milchnahrung selbst.
Der NHS nennt Matratze und Autositz als die Dinge, die besser neu sein sollten. Für die meisten anderen Sachen – Kleidung, Badewanne, Spielzeug – ist Second Hand eine völlig gute Idee. Und spart Geld.
Was kann warten?
Diese Dinge sind nicht „schlecht“. Sie sind nur nicht dringend, und viele Familien nutzen sie nie:
- Hochstuhl – den brauchst du erst um den 6. Monat herum;
- Feuchttuchwärmer, spezielle Windeleimer und andere „Komfort“-Helfer – nett, aber optional;
- ganze Pflegeserien – in den ersten Wochen reichen wirklich wenige Produkte;
- viel Kleidung in Neugeborenengröße – da wachsen Babys oft in wenigen Wochen heraus.
Was du besser ganz weglassen kannst
The Lullaby Trust rät von Nestchen, Schlafpositionierern, weichen „Babynestern“, Kissen und Daunendecken am Schlafplatz des Babys ab. Auch der NHS empfiehlt: keine Decken und Kissen im Babybett. Hier kannst du also ganz entspannt eine ganze Zeile von der Liste streichen – und Geld sparen. 😌
So machst du deine eigene Liste
Jedes Zuhause ist anders. Überleg dir:
- Wie wirst du dein Baby ernähren? Davon hängt der ganze Küchenteil ab.
- Wie viel Platz habt ihr? Wenig → such nach klappbaren und multifunktionalen Lösungen.
- Kann euch jemand etwas leihen? Verwandte und Freunde mit größeren Kindern sind oft eine Goldgrube.
Schreib dir eine „Später“-Liste – für Dinge, die du nach der Geburt entscheidest. Online bestellen geht schnell, und nach einer Woche mit Baby weißt du viel besser, was ihr wirklich braucht.
Für die Papas
Zwei Aufgaben bleiben oft bis zur letzten Minute liegen: Babyschale einbauen und Babybett aufbauen. Erledige beides ein paar Wochen vor dem Termin – und probier die Babyschale mindestens einmal ganz in Ruhe aus, nicht erst auf dem Klinikparkplatz.
Kurz gesagt
Ein sicherer Schlafplatz, Windeln, ein paar Kleidungsstücke, eine Badewanne und eine Möglichkeit zum Füttern – das ist der Kern. Alles andere kommt nach euren Bedürfnissen dazu. Dein Baby wird den Nachtlicht-Projektor mit zehn Melodien nicht vermissen – es will dich. Und dafür bist du längst bereit. 💛
Quellen: NHS Best Start in Life – What to buy for your newborn baby; The Lullaby Trust – A guide to buying safer sleep essentials (PDF); The Lullaby Trust – Caution around potentially unsafe baby sleep products.
Mehr aus diesem Bereich
Dein Baby Woche für Woche
Einmal pro Woche: was ansteht, ein nützlicher Tipp und nichts Überflüssiges.


