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Der erste Löffel Brei rückt näher – und mit ihm die Frage, wo der kleine Gourmet sitzen soll. Aus Holz, aus Kunststoff, mitwachsend, klappbar, zum Anklemmen an den Tisch … Die Auswahl wird schnell zum kleinen Labyrinth. 🥄
Das Gute: Einen guten Hochstuhl erkennst du an ein paar einfachen Dingen, die du prüfen kannst, ohne hundert Testberichte gelesen zu haben.
Zuerst: die Sicherheit
In Europa gibt es für Hochstühle eine Norm – die EN 14988. Sie beschreibt Anforderungen und Tests für Festigkeit und Stabilität. Steht auf dem Etikett oder in der Anleitung, dass der Stuhl sie erfüllt, ist das ein guter Ausgangspunkt.
Schau außerdem auf:
- Gurt. Meist ein Fünfpunktgurt – Schultern, Hüfte und zwischen den Beinchen. Laut der britischen Verbraucherorganisation Which? helfen die Schultergurte dabei, dass das Kind nicht im Stuhl aufsteht.
- Schrittbügel. Der feste „Huckel“ zwischen den Beinen verhindert, dass dein Baby unter dem Gurt nach unten rutscht.
- Stabilität. Ein flacher, breiterer Stand, der nicht wackelt. Ist der Stuhl klappbar, prüf jedes Mal beim Aufklappen, ob er verriegelt ist.
Probier den Gurt im Laden mit einer Hand. Wenn er dir jetzt schon schwerfällt, stell dir das mit zappelndem Baby und Brei bis zu den Ellbogen vor. Ein bequemer Gurt ist ein Gurt, den du jedes Mal anlegst.
Wann ist es Zeit für den Hochstuhl?
Meist dann, wenn die Beikost beginnt. Laut dem britischen Gesundheitsdienst NHS ist das um den 6. Monat herum, wenn dein Baby mehrere Zeichen gleichzeitig zeigt: Es kann aufrecht sitzen und den Kopf stabil halten, Augen, Hände und Mund koordinieren, um Essen zu greifen, und schluckt es, statt es wieder auszuspucken.
Gerade das Sitzen mit aufrechtem Köpfchen macht den Hochstuhl bequem und sicher zum Essen. Mit dem Kauf musst du also nicht Monate vorher losstürmen.
Was raten Kinderärzte zur Nutzung?
Die American Academy of Pediatrics (AAP) gibt ein paar praktische Tipps:
- leg den Gurt jedes Mal an, auch den Teil zwischen den Beinchen;
- stell den Stuhl nicht so nah an Tisch oder Arbeitsplatte, dass sich dein Kind mit den Füßen abstoßen und ihn umkippen kann;
- lass dein Kleines nicht allein im Hochstuhl und lass größere Kinder nicht daran hochklettern;
- Tischsitze zum Anklemmen sind kein vollwertiger Ersatz für einen eigenständigen Hochstuhl. Nutzt du so einen unterwegs, wähl ein Modell, das sich am Tisch verriegelt.
Und dann: Was ist dir wichtig?
Hier gibt es keine richtige Antwort – nur eure Antwort.
- Ist die Küche klein → schau nach klappbaren Modellen oder solchen mit kleinerer Standfläche.
- Soll der Stuhl jahrelang halten → mitwachsende Modelle mit verstellbarem Sitz und Fußbrett sind eine gute Idee.
- Soll dein Baby am Familientisch essen → prüf, ob der Stuhl nah genug heranreicht und ob sich das Tablett abnehmen lässt.
- Hasst du es, Ritzen sauber zu machen → such glatte Oberflächen, wenige Nähte und einen waschbaren Bezug.
Which? prüft zum Beispiel auch, ob sich das Fußbrett verstellen lässt. Eine Stütze für die Füße macht das Sitzen bequemer, vor allem wenn dein Kind wächst.
Du kaufst gebraucht? Prüf, ob der Gurt nicht ausgefranst ist, ob alle Verriegelungen sicher einrasten und ob der Schrittbügel fest sitzt. Und such das Modell online, um zu sehen, ob es zurückgerufene Chargen gibt.
Für die Papas
Du baust den Hochstuhl auf? Rüttel danach leicht mit der Hand daran – wackelt oder knarzt er verdächtig, findest du das besser jetzt heraus als beim Abendessen. 🔧
Kurz gesagt
Ein stabiler Stuhl, ein guter Gurt und ein Schrittbügel – das ist der Pflichtteil. Alles andere hängt von eurem Zuhause und euren Gewohnheiten ab. Leg Löffel und Lätzchen bereit – der Spaß beginnt, und du bist völlig bereit dafür.
Quellen: American Academy of Pediatrics (HealthyChildren.org) – 6 Quick High Chair Safety Tips; Which? – How to buy the best high chair; Which? – What to consider when strapping your child into a baby product; NHS – Your baby’s first solid foods; CEN – EN 14988:2017+A2:2024 Children’s high chairs (Genorma listing).
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